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Gedanken

Auszug aus der Diplomarbeit: „Coaching in Bewegung“ von Britta Wackernagel 

Begleitet von E. Tolles „Jetzt“ konnte ich diesbezüglich selbst völlig neue Eindrücke gewinnen.

 „Versuche ein kleines Experiment: 

Schließe Deine Augen und sage zu Dir selber, was mein nächster Gedanke sein wird…

 Und?

 

Just in dem Moment des Schreibens unterbreche ich meine Arbeit und teste erneut die Gegenwärtigkeit. Wie damals, beim erstmaligen Lesen musste ich eine ganze Weile auf den nächsten Gedanken warten. Heute weiß ich, dass ich in diesen Phasen meinen gesamten Körper von innen spüren kann und meine Aufmerksamkeit auf das innere Energiefeld lenke. Um im täglichen Leben gegenwärtig zu sein, ist es hilfreich, tief in dir selbst verwurzelt zu sein; andernfalls wird der Verstand, der ein unglaubliches Momentum hat, dich wie eine wilder Fluss mit sich zerren. (Tolle, 2009, S. 105) Ich bezeichne es als das Sortieren der Gedanken.

Meine Erkenntnis: Pausen im Coaching und das aufmerksame Beobachten der gesamten Person sind so essentiell, möglicherweise findet auch da gerade eine Verbindung nach innen statt…und dann sprudeln die Gedanken auf allen Sinnesebenen. 
Mit dieser Innenschau konnte ich vor genau zwei Tagen als Regisseur meinen Zielfilm für meine Zukunft als Coach drehen, wie in der Filmdreh-Methode:

Ich gehe entlang eines rauschenden Gebirgsbaches (Hören). An dessen Ufern finde ich wunderschöne, runde, verschiedenfarbige Steine, die ich einzeln in die Hände nehme und beginne, ihre runden Formen zu liebkosen (Tasten). Ein Exemplar, geformt wie ein Herz, nehme ich als Talisman mit auf meinen Spaziergang durch den Wald, dessen frischgeschlagenes Holz meine Sinne betört (Riechen). Auf meinem Wohlfühl-Weg treffe ich einige Angler, die mit ihren hüfthohen Stiefeln im eiskalten Gebirgsbach stehen und Forellen fischen. Schon fließt der Speichel, denn der Genuss einer frisch zubereiteten Forelle (Schmecken) kommt mir augenblicklich in den Sinn. Ich setze meinen Spaziergang fort und steuere schnurstracks auf eine Lichtung zu. Ich gönne mir eine Pause, lege mich auf die bunte Sommerwiese und schaue in den azurblauen Himmel (Sehen). Die wärmende SONNE (mein Unterbewusstsein – „mein dienendes Selbst“) lasse ich tief in alle Zellen meines Körpers vordringen. Plötzlich entdecke ich am Himmel viele bunte Punkte. Sie werden grösser und grösser. Nach einigen Sekunden kann ich die ersten Gleitflieger erkennen (Staunen). Da oben möchte ich auch mal durch die Lüfte schweben und den Wald und den Bach und die Wiese und noch viel mehr aus einer anderen Sicht betrachten (Sehen). Sicher gibt es eine Person, der ich aus vollem Herzen vertraue (Urvertrauen), die mich trägt und gesund an mein Ziel bringt. Schon mache ich mich gedanklich auf den Weg und schaue, wo die bunten Punkte wohl landen werden. Denn das wird auch mein sinnbildlicher Landeplatz, meine Coaching-Zukunft sein. Mit einem LÄCHELN auf den Lippen (Überbewusstsein – „mein Höheres Selbst“) beiße ich genüsslich in einen reifen Apfel (Bewusstsein – „mein Selbst“) und schließe die Augen. Ein Wanderer im rotkarierten Hemd und ledernen Kniebundhosen weckt mich auf und fragt mich, ob er sich zu mir legen kann. „Gern, wenn sie auch mit allen Sinnen in ihre Zukunft sehen möchten!“. „Unbedingt, ich habe gerade etwas Zeit und bin neugierig, was ich finden werde. Darf ich Ihnen dann erzählen, welche geistigen Vorstellungsbilder ich sehen konnte“. „Ich würde mich freuen, wenn sie Ihre Gedanken mit mir teilen und wir die Bilderreise gemeinsam beenden können. Herzlich Willkommen auf der Traumwiese.“ Als ich die Augen wieder aufschlage, liegt ein Herz aus Blumen neben meinem Stein-Talisman.

„DANKE!“ höre ich eine Stimme aus dem Hintergrund sagen. Von dem Wanderer fehlt jede Spur. (Britta Wackernagel)
 

 

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